Gute Aussichten für Erzieherinnen und Erzieher

 
Foto: SPD Bundestagsfraktion
 

Sönke Rix, familienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:

Wer kleine Kinder betreut, leistet Beachtliches: gleicht aus, was im Elternhaus fehlt, macht fit für die Schule und unterstützt die Kleinsten in ihrer persönlichen Entwicklung. Dennoch macht sich die wertvolle Arbeit immer noch nicht auf dem Lohnzettel bezahlt.

 

66 Prozent der Bevölkerung meinen einer Allensbach-Umfrage zufolge, dass Erzieherinnen und Erzieher nicht angemessen bezahlt werden. Und 83 Prozent finden nicht richtig, dass diese Berufsgruppe während der Ausbildung kein Einkommen bezieht. Das macht den Erzieherinnen- und Erzieherberuf für viele unattraktiv. Mit der heute von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vorgestellten Fachkräfteoffensive soll sich das ändern.

„Bis zum Jahr 2030 werden in Deutschland aller Voraussicht nach 199.000 Fachkräfte im Bereich der frühkindlichen Bildung fehlen. Um das abzuwenden, will der Bund die Länder und Träger dabei unterstützen, den Erzieherberuf wieder attraktiver zu machen. Zusätzlich zu den 5,5 Milliarden Euro für gute Qualität in der Kindertagesbetreuung sollen die Länder ab dem Ausbildungsjahr im Sommer 2019 bis 2022 rund 300 Millionen Euro aus Bundesmitteln erhalten.

Im Rahmen der Fachkräfteoffensive sollen bis zu 5.000 Fachschülerinnen und - schüler während ihrer Erzieherausbildung eine Vergütung erhalten, das trifft derzeit nicht mal auf jede/n fünfte/n zu. Die Träger übernehmen erst im 2. Ausbildungsjahr einen Eigenanteil an der Vergütung, der sich im 3. Ausbildungsjahr noch einmal erhöhen soll.

Doch der Erzieherberuf muss auch auf Dauer attraktiv sein. Zwar ist den Fachkräften die berufliche Weiterbildung wichtig, sie zahlt sich aber derzeit nicht aus. Mit dem sogenannten Aufstiegsbonus sollen Träger besonders qualifiziertes Fachpersonal höher eingruppieren können.

Mit insgesamt 300 Millionen Euro packt der Bund das Problem des Erzieherinnen- und Erziehermangels an und hilft den Ländern dabei, sich auf den Weg zu machen und die Personallücke in der Kindertagesbetreuung zu schließen.“

Quelle: https://www.spdfraktion.de/node/3175298/pdf

 

 


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