Deutsche Wälder für den Klimawandel einstellen – schnellere Hilfe im Brandfall

 
Foto: SPD Bundestagsfraktion
 

Dirk Wiese, zuständiger Berichterstatter;
Rainer Spiering, agrarpolitischer Sprecher:

Die SPD-Bundestagsfraktion hat als erste aller Fraktionen mit einem öffentlichen forstpolitischen Fachgespräch auf die derzeit schwierige Situation der Wälder aufmerksam gemacht. Daraufhin haben sich die Koalitionsfraktionen nun geeinigt, die deutschen Wälder besser auf die Folgen des Klimawandels einzustellen.

 

Denn die zu geringen Niederschläge, die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer und immer häufigere Waldbrände setzen dem Wald immer schwerer zu. Alleine 2018/19 gingen mit rund 70 Millionen Kubikmeter Schadholz mehr Holz durch Stürme und Schädlinge verloren, wie sonst in zwei Jahren eingeschlagen wird. Diesem Trend muss entgegengewirkt werden.

„Der klimaresistente und ökologische Waldumbau muss weiter gestärkt werden. Der Schwerpunkt muss schneller weg von Monokulturen hin zu robusten Mischwäldern gehen. Auch werden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Totholz so rasch wie möglich aus den Wäldern abtransportiert werden kann, da dieses eine Brutstätte für Schädlinge ist, die gesunde Bäume befallen. Als Folge des Antrags sollen nun vermehrt Nasslagerstätten aufgebaut, ein besserer Abtransport ermöglicht sowie die Forschung auf diesem Gebiet intensiviert werden.

Auch soll die Waldbrandprävention ausgebaut werden. Dazu gehören unter anderem das Errichten von Waldbrandriegeln und weiteren Löschwasserteiche sowie eine bessere Ausstattung der Katastrophenschutzeinheiten. Vor diesem Hintergrund wird das nationale Waldmonitoring zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gestärkt. Denn die Potenziale der Digitalisierung sind auch im Forstbereich noch nicht ausgeschöpft. Die Wälder sind in ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Funktionen zu erhalten.“

Quelle: https://www.spdfraktion.de/node/4018223/pdf

 

 


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