Umweltministerium legt ambitioniertes Insektenschutzprogramm vor

 
Foto: SPD Bundestagsfraktion
 

Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher:

Mit dem ‚Aktionsprogramm Insektenschutz‘ hat das Bundesumweltministerium detaillierte Maßnahmen vorgestellt, die online diskutiert werden können. Durch die breite Beteiligung der Öffentlichkeit und der Experten sollen die Vorschläge verbessert und ergänzt werden. Im Sommer 2019 soll das Bundeskabinett das Aktionsprogramm beschließen.

 

„Das ‚Aktionsprogramm Insektenschutz‘ ist ein weiterer Schritt zur schnellen Umsetzung des Koalitionsvertrages. Es bleibt zu hoffen, dass die ambitionierten und zwingend notwendigen Maßnahmen bei der Ressortabstimmung nicht von der Landwirtschaftsseite abgeschwächt werden.

Das ‚Aktionsprogramm Insektenschutz‘ schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, um den Insektenrückgang zu stoppen bzw. umzukehren. Insekten spielen im Naturhaushalt eine wichtige Rolle: Sie sind Pflanzenbestäuber, dienen als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse, sorgen für den Abbau organischer Masse und erhalten die Bodenfruchtbarkeit.

Damit sich die Insektenbestände an Land und in Gewässern erholen können wird vorgeschlagen, die Landbewirtschaftung umweltfreundlicher zu gestalten. Die Verhandlungen zur gemeinsamen Agrarpolitik sollen daher verstärkt den Fokus zum Beispiel auf die Erhaltung artenreicher Grünlandtypen, die Entwicklung einer kleinteilig strukturierten Agrarlandschaft oder die Wiederherstellung von blühreichen Ackerrandstreifen legen. Darüber hinaus soll die Anwendung von Pestiziden eingeschränkt und bei der Zulassung die Auswirkungen auf das Ökosystem untersucht werden. Die Forschung soll intensiviert, das Insektenmonitoring methodisch weiterentwickelt und bundesweit koordiniert sowie insbesondere die ehrenamtlichen Artenkenner organisatorisch unterstützt werden.

Darüber hinaus sollen ab 2020 50 Millionen Euro für den Insektenschutz im Sonderrahmenplan Agrarstruktur und Küstenschutz sowie zusätzliche Mittel in den Bundesprogrammen ‚Biologische Vielfalt‘, ‚ökologischer Landbau‘ und ‚Blaues Band‘ bereitgestellt werden.“

Quelle: https://www.spdfraktion.de/node/2890484/pdf

 

 


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