Lob für Lies und Dank an die Volkswagen-Beschäftigten
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Stefan Politze, hat am (heutigen) Mittwoch [9.9.2026] die Leistung der Beschäftigten von Volkswagen bei der Neuausrichtung des Konzerns gewürdigt und den Einsatz von Ministerpräsident Olaf Lies bei der jüngsten Einigung im Aufsichtsrat hervorgehoben.
„Olaf Lies hat nicht von der Seitenlinie kommentiert, sondern Verantwortung übernommen. Er hat die Beteiligten immer wieder an einen Tisch geholt, eigene Vorschläge eingebracht und zugleich klar gemacht: Volkswagen braucht eine Perspektive für Standorte und Beschäftigte“, sagte Politze in der Aussprache zur Regierungserklärung von Lies zur Lage bei Volkswagen.
Am Donnerstag vergangener Woche hatte sich der Aufsichtsrat des Konzerns überraschend auf einen „Zukunftsplan 2030“ verständigt. Medienberichten zufolge hatten Lies und Aufsichtsrats-Chef Hans Dieter Pötsch vorher die entscheidenden Gespräche für eine Kompromisslösung geführt. „Das war ein Meisterstück unseres Ministerpräsidenten“, erklärte Politze. „Olaf Lies hat, als alle Zeichen auf Eskalation standen, den Gesprächsfaden nie abreißen lassen. Dafür gebührt ihm großer Dank“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.
Es sei auch das große Verdienst von Lies, dass das Erfolgsrezept der Mitbestimmung im Konzern erhalten bleibe. „Wenn ein Unternehmen in schwierigem Fahrwasser ist, muss es mit allen Mitarbeitern geschickt manövrieren – und nicht die Mannschaft über Bord werfen“, so der Politiker.
Politze nahm ausdrücklich auch die Beschäftigten bei Volkswagen in Schutz. Diese seien in Verkennung ihrer Leistung in der Berichterstattung vielfach nur als Kostenfaktoren betrachtet worden. „Diese bestens ausgebildeten Leute haben Volkswagen über Jahrzehnte zum Welterfolg und Niedersachsen zum Wohlstand gebracht. Und sie haben bereits schmerzhafte Einschnitte mitgetragen. Die Beschäftigten haben schon jetzt einen riesigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens geleistet. Dafür verdienen sie nicht nur ein großes Danke der SPD-Landtagsfraktion, sondern vor allem Verlässlichkeit und verantwortliches Handeln im Management“, sagte Politze.
Nun gelte es, nach vorne zu sehen: „Die Einigung ist ein wichtiger Schritt, aber noch kein Schlussstrich“, machte Politze deutlich. „Jetzt muss der Vorstand die Vereinbarung mit Leben füllen. Die Ideen für unsere Standorte liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es tragfähige Konzepte für ihre Zukunft“, sagte der Fraktionsvorsitzende.