Wir führen eine Frühstartrente ein. Wir wollen, dass alle besser und früher für das Alter vorsorgen können. Mit der ersten Lesung im Parlament diese Woche beginnt nun das parlamentarische Verfahren.

Unabhängig vom Elternhaus gibt die Frühstartrente allen Kindern die Chance, früh für das Alter vorzusorgen und von den langfristigen Erträgen des Kapitalmarkts zu profitieren. Kern der Frühstartrente ist ein einfacher, unbürokratischer Beitrag zur Chancengerechtigkeit: Jedes Kind erhält ab dem sechsten Lebensjahr monatlich 10 Euro, eingezahlt vom Staat in Altersvorsorgedepot. Bis zum 18. Geburtstag kommen so insgesamt 1.440 Euro zusammen. Bei einer angenommenen Rendite von 7 Prozent können daraus bis zum 65. Lebensjahr rund 53.000 Euro werden. Das angesparte Kapital soll erst ab dem Rentenalter verfügbar sein. Die Förderung startet 2026 für Kinder des Jahrgangs 2020, ab 2027 kommt jeweils der Jahrgang der neuen Sechsjährigen hinzu. 

In Deutschland hängt Vermögensaufbau zu stark vom Elternhaus ab. Deshalb ist es richtig, dass der Staat nun zusätzlich zur gesetzlichen Rente den Vermögensaufbau von Kindern fürs Alter unterstützt. So wird die Grundlage dafür geschaffen, dass Vermögensaufbau und private Vorsorge nicht allein eine Frage der familiären Herkunft sind. 

Neben dem Aufbau von Altersvorsorge stärkt die Frühstartrente auch die finanzielle Bildung. Durch die frühe Beschäftigung mit dem Kapitalmarkt lernen junge Menschen, wie langfristiges Sparen und Vermögensaufbau funktionieren.

Lars Heuer SPD-Samtgemeindebürgermeisterkandidat