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2. Juli 2020: Alltagsrassismus in Deutschland: Bund schließt Lücke in der Rassismusforschung

Svenja Stadler, zuständige Berichterstatterin: Mehr Geld im Bereich der Rassismusforschung ist notwendig, um dem zunehmenden Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft zu begegnen.

Drei Millionen Euro zusätzlich erhält das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in diesem Jahr, um den Bereich der Forschung zu den verschiedenen Facetten von rassistischer Diskriminierung und zu möglichen Gegenmaßnahmen langfristig auszubauen. Ziel ist die Konzeption einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, um die Verbreitung von Vorurteilen und Ressentiments zu messen sowie die Ursachen zu analysieren. Diese Erkenntnisse sind wichtig für die Entwicklung von Präventionskonzepten.

„Rechtsextremismus und Rassismus gefährden unsere Demokratie und unser Zusammenleben. Die Konsequenzen sehen wir in den hasserfüllten Morden zuletzt von Halle und Hanau. Umso wichtiger ist es, dass wir rassistische Diskriminierungen viel stärker in den Blick nehmen und Gegenmaßnahmen entwickeln. In Deutschland existiert bislang keine institutionell verankerte Rassismusforschung wie zum Beispiel in Großbritannien und den USA. Diese Lücke schließen wir jetzt. Denn um wirksam etwas gegen Rassismus und Diskriminierung tun zu können, benötigen wir fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und Daten. Wir wollen die Rassismusforschung in Deutschland langfristig stärken - und das geht mit einem gut ausgestatteten Institut. Das hat die SPD-Bundestagfraktion in den Verhandlungen zum Nachtragshaushalt durchgesetzt."

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