Das Abkommen wird auch den landwirtschaftlichen Handel zwischen der EU und den MERCOSUR-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay vereinfachen.

Franziska Kersten, landwirtschaftspolitische Sprecherin:

„Die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten zum MERCOSUR-Freihandelsabkommen ist ein wichtiges Signal für die internationale Zusammenarbeit. Die EU macht damit deutlich, dass wir an gemeinsamer Kooperation und nicht am Recht des Stärkeren festhalten.

Wir verstehen die Sorgen und Ängste unserer heimischen Landwirtinnen und Landwirte. Nicht umsonst haben die Verhandlungen schlussendlich mehr als 25 Jahre gedauert, um auch für unsere Landwirtschaft faire Bedingungen sicherzustellen. Ein wichtiger Eckpfeiler sind deswegen die Standards und EU-Rechtsvorschriften, welche für die Importe gelten. Dazu kommen die begrenzten Importquoten für sensible Produkte sowie zuletzt nochmals verschärfte Schutzklauseln. So gewährleisten wir für viele Produkte des Agrar- und Ernährungssektors der EU einen hohen Außenschutz auch gegenüber Importen aus den Mercosur-Staaten. Um diesen Schutz in der Praxis sicherzustellen, setzen wir auf verstärkte Kontrollen der importierten Güter sowie auf die Einhaltung von EU-Qualitätsstandards. In Deutschland unterstützten wir unsere Landwirtschaft zudem mit dem Investitionsbooster, steuerlichen Erleichterungen und gezielter Förderung.

Mercosur bringt unseren Landwirtinnen und Landwirten nicht nur Herausforderungen, sondern auch Exportmöglichkeiten, zum Beispiel für Molkereiprodukte.

Als SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag stehen wir an der Seite einer starken, regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft, die Versorgungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig weltweit ressourcenschonend agiert.“