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Zerstörtes SPD-Wahlplakat Foto: SPD Hanstedt
Zerstörtes SPD-Wahlplakat

9. September 2021: Wahl-Vandalismus nun auch in Hanstedt. Oder ist das mehr?

In Hanstedt wurde ein Großflächenplakat mit dem SPD-Kanzlerkandidaten zerstört. Was ist nur in unserer Gesellschaft los?

„Es ist schon schlimm, wie Hass in der Gesellschaft nun auch im sonst so beschaulichen Hanstedt um sich greift“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Manfred Lohr, und verweist auf ein völlig zerstörtes Großplakat mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Parteien haben ein grundgesetzlich garantiertes Recht zur politischen Betätigung: „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit…“, so lautet Artikel 21 Absatz 1 Grundgesetz. Dazu gehört auch die Wahlwerbung.

Unabhängig davon, dass Wahlwerbung viel Geld kostet und die SPD anders als andere Parteien, die von Lobbyisten und Bitcoin-Spekulanten hunderttausende Euros an Großspenden erhalten, eher „kleine Brötchen“ backen muss, ist es erschreckend, was landauf-landab an Zerstörungswut ausbricht.

„Wir dürfen nicht mehr verharmlosen, was sich in der Gesellschaft an Hetze und Hass nicht nur im Netz tut, sondern auch auf den Straßen zeigt: Kein Respekt mehr vor anderen, keine Toleranz gegenüber anderen Meinungen, Zerstörungen an öffentlichen Einrichtungen oder die Weigerungen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen – man kann den Trend förmlich greifen. Es ist Zeit, unsere Gesellschaft wieder zu unseren demokratischen Werten zurückzuholen“, so Lohr weiter, „auch dies wird Aufgabe einer nächsten Bundesregierung werden.“

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